Körpertherapeutische Aufstellung

Körpertherapeutische Aufstellung
Körpertherapeutische Aufstellung

Die Geburt (perinatal) sowie die Zeit davor (pränatal) und danach (postnatal) als auch die ersten Lebensjahre sind in der menschlichen Entwicklung auf körperlicher, seelischer und auf neuronaler Ebene eine hochsensible Phase mit prägenden Ereignissen.

Grundlegende Körpererfahrungen und Gefühle werden in dieser Zeit gespeichert und bestimmen unser weiteres Leben, insbesondere unser späteres Bindungsverhalten und unser Selbstwertgefühl, Körperbewusstsein und Gesundheit.

Dadurch entwickeln sich positive (Ressourcen/Stärken), sowie negative Muster (Verletzungen/Traumen).

Wenn es uns gelingt, uns unseren tief liegenden Verletzungen Stück für Stück über unseren Körper zu nähern, dann haben wir die Möglichkeit, unseren heilen inneren Kern zu entdecken, die alten Verletzungen zu transformieren und unserem Leben eine neue positive, lebensbejahende Ausrichtung zu geben.

Unverarbeitete Verletzungen von Vater und Mutter und die Schatten, die diese Verletzungen auf deren Beziehung werfen, können solche Prägungen hervorrufen.

Eine solche Verletzung kann beispielsweise auch entstehen, wenn sich ein Zwilling im Bauch der Mutter vorzeitig verabschiedet. Dieser Vorgang geschieht meist unbewusst, hinterlässt aber beim Kind einen tiefen Schmerz und eine unstillbare Sehnsucht nach Beziehung und Nähe.

Alle Erfahrungen, auch die allerfrühsten im Bauch unserer Mutter, sind in unserem Körper gespeichert. Hier handelt es sich um eine Zeit in unserer Entwicklung, in der es noch keine Worte und das damit verbundene kognitive Bewusstsein gab.

Um an diese Erfahrungen (Verletzungen) zu gelangen, braucht es die Sprache des Körpers.

In unserem Seminar bieten wir (meine Kollegin Maria Günther und ich) in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit, mit den eigenen Erfahrungen in Kontakt zu kommen und ihnen einen Weg zur Heilung zu ermöglichen.

Dazu schaffen wir einen Raum, in dem alle Seminarteilnehmer, als auch die Therapeutinnen diesen Heilungsprozess unterstützen. Wir als Therapeutinnen sorgen dafür, dass jede/jeder „Reisende“ sicher durch eine achtsame und wertschätzende Begleitung neue und heilende Erfahrungen machen kann.

Die Heilung der frühen Verletzungen besteht darin, körperlich eine neue Erfahrung zu machen, die den Blick auf uns und die Welt verändert. Solch eine neue Erfahrung wird durch die Präsens anderer Menschen, bzw. der Therapeutinnen und durch einen sicheren und vertrauensvollen Rahme ermöglicht. Der „Reisende“ wird von einer mitfühlenden Umgebung gestützt und getragen und ist mit allem willkommen, was sich zeigen will.